Immer mehr Menschen nehmen ihr Herz in die Hand und werden aktiv für ihre Gesundheit. Mit Erfolg: Forschungen ergaben, dass bereits mäßige Bewegung das Infarktrisiko um bis zu 30 Prozent senkt (Quelle 2). Schon der tägliche zügige Spaziergang verringert die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Tipp 1: Cardio-Training und trinken

In den meisten Fitnessstudios wird heute ein effektives Herz-Kreislauf-Training mit Anleitung angeboten. Wichtig ist es, während des Trainings ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, etwa einen halben Liter in 45 Minuten. Experten mischen sich ihre eigenen isotonischen Drinks aus zwei Drittel Wasser, einem Drittel Saft und einer Prise Salz.

Tipp 2: Immer mit der Ruhe

Herzgesunde trainieren am besten nach der Faustregel: so schnell laufen, schwimmen oder Rad fahren, dass man zwar ins Schwitzen gerät, aber sich trotzdem noch gut unterhalten kann. Wer schon unter einer Herz-Kreislauf-Belastung leidet, stimmt das Training unbedingt mit dem Arzt ab.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den großen Volkskrankheiten und sind weltweit immer noch die Todesursache Nummer eins. Die Ursachen für Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankungen und den Infarkt sind meist selbstverschuldet. Eine aktuelle Studie (Quelle 3) zeigt wieder, dass ein gesundheitsbewusster Lebensstil selbst das genetische Risiko für Herzerkrankungen um die Hälfte senken kann. Die schlimmsten Widersacher der Herz-Kreislauf-Gesundheit sind laut den Forschern körperliche Inaktivität, falsche Ernährung, Diabetes, Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck. Letzterer gilt als besonders heimtückische Gefahr: Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen (Quelle 4) in Deutschland sind betroffen, gut 20 Prozent von ihnen haben keine Ahnung, in welcher Gefahr sie sich befinden. Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Prävention spielt eine bedeutende Rolle und sollte viel früher ansetzen, als bisher angenommen wurde. Die PANIC-Studie (Quelle 5) in Finnland belegte, dass bereits im Kindesalter spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht werden können. Körperlich aktive Kinder entwickeln dagegen flexible Adern, die später weniger anfällig für Verengungen werden.

Aufklärungsarbeit ist wichtig

Forschung und Information haben auch viel Positives bewirkt: „In den vergangenen Jahren konnten wichtige Fortschritte in der Herz-Kreislauf-Forschung erzielt werden. Viele Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden entschlüsselt, zahlreiche Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten wurden gefunden.“ (Bundesministerium für Bildung und Forschung). Intensive Aufklärungsarbeit hat bei vielen Menschen das Bewusstsein für die Risiken verbessert. So ging die Herzinfarkt-Sterblichkeit in den vergangenen zehn Jahren um fast die Hälfte zurück. Die Deutsche Herzstiftung hat einen großen Anteil daran. Seit 1979 engagiert sie sich dafür, Patienten unabhängig aufzuklären und große Informationskampagnen zu unterstützen. Hier gibt es immer interessante Informationen und hilfreiche Tipps.


Quelle 1: British Journal of Sports Medicine
Quelle 2: Bundesverband Deutscher Internisten
Quelle 3: Deutsche Medizinische Wochenschrift
Quelle 4: Deutsche Hochdruckliga
Quelle 5: The Physical Activity and Nutrition in Children Study